Die globale Katastrophe der Lachse - menschengemacht
Die brisanten Recherchen über den weltweit operierenden Nahrungsmittelgiganten John Fredriksen wurden zu einem packenden Öko-Thriller über die "normale" industrielle Massentierhaltung im Meer.
100
Millionen Zuchtlachse in Chile und Norwegen, ein Geschäft mit
schwindelerregenden Wachstumsraten. In den 40 Meter tiefen Käfigen tummeln sich die Lachse dicht an dicht. Um Seuchen zu verhindern, werden hunderte
Tonnen Antibiotika ins Futter gemischt. Chemikalien und Farbstoffe an
den Käfigen und im Wasser führen dazu, dass die Lachse nach 18 Monaten
Mast ein chemisch und biologisch belastetes Produkt sind. Wenn die
Fjorde vom Abfall der Industrie verseucht sind, hinterlassen Konzerne
wie Marine Harvest einen ökologischen Friedhof. Ein ökologischer Albtraum
ist das. Um das Image der Massentierhaltung im Meer zu verbessern, geht
Fredriksen im April 2008 eine Partnerschaft mit der größten
Umweltorganisation der Welt, dem WWF ein. Für eine Spende von 100 000
Euro im Jahr darf Marine Harvest mit dem Panda-Bärchen des WWF für seine
industriell erzeugten Mastlachse werben. Chilenische Fischer werfen dem
WWF vor, er habe sich an John Fredriksen verkauft. Verbindliche
Verbesserungen sind in diesem Abkommen nicht festgelegt.