Die Zulassung des genmanipulierten Lachses steht wahrscheinlich kurz bevor. Durch eine Überproduktion des Wachstumshormons wachsen die veränderten
Lachse 2 bis 6 mal schneller als ihre natürlichen
Verwandten. Für die Fischindustrie geht es um enorme
Gewinne. Kritiker befürchten dagegen, dass gerade durch den zu erwartenden Preisverfall letztlich alle Fischfarmer dazu
gezwungen
würden auf die neuen Turbolachse zu setzen.
Das größte Problem ist jedoch, dass immer wieder zahlreiche Lachse aus
den Fischfarmen entkommen. Wissenschaftler verweisen auf den "Effekt der trojanischen Gene". Sie befürchten, dass die
Gigantlachse beim Konkurrenzkampf um
Fortpflanzungspartner gewaltige Vorteile haben könnten. Ihre Nachkommen
wären dann allerdings weniger überlebensfähig, wodurch dann wirklich die
ganze Art bedroht wäre.
Sollte die FDA grünes Licht geben, wäre der Lachs das erste gentechnisch veränderte Tier, das kommerziell genutzt wird und als Lebensmittel in den Handel kommt. Wahrscheinlich würden zahlreiche neue Arten folgen: Flundern, Karpfen, Hummer und Schrimps. Ihnen könnten dann Schweine, Hühner, Kühe und vieles mehr folgen.